LIBERTAS FörderPartnerBrief Sommer 2017 Empfehlung

 
Liebe LIBERTAS-Förderpartner,

die Wirtschaft in Deutschland brummt, der Arbeitsmarkt ist nah dran an der Vollbeschäftigung, die Konsumlaune (nicht zuletzt durch günstige Zinsen) und die Prognosen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind glänzend.

Den Menschen in Deutschland geht es gut – aber leider nicht Allen!!!

Trotz sinkender Arbeitslosigkeit, steigender Löhne, niedriger Kreditzinsen und stabiler Konjunktur ist die Verschuldung privater Haushalte in Deutschland zum dritten Mal in Folge spürbar angestiegen. Nach Angaben des Inkassounternehmens Creditreform waren am 1. Oktober 2016 bundesweit 6,8 Millionen volljährige Personen überschuldet. Das sind 131.000 mehr als zwölf Monate zuvor. Die Überschuldungsquote stieg erstmals seit 2008 wieder über die Zehn-Prozent-Marke auf 10,06 Prozent. Die durchschnittliche Überschuldung betrug knapp 35.000 Euro pro Person.

Weiter Informationen zum Schuldneratlas 2016 finden sie unter:
Schuldneratlas Deutschland - Überschuldung von Verbrauchern 2016

Die Ursachen für die jeweiligen Überschuldungssituationen sind naturgemäß vielfältig – teils selbstverschuldet, teils unverschuldet.
Bei LIBERTAS versuchen wir jedem Schuldner zu helfen - auch denen, die ihre Situation selbst verursacht haben. Allerdings versuchen wir auch, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, darauf hinzuwirken, dass sich die Ereignisse nicht wiederholen.

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Nachfolgend schildern wir Ihnen ein solches Fallbeispiel.

Lange Bank

Des Teufels liebstes Möbelstück … ist die „lange Bank“.

Da ist eine schwerwiegende Aufgabe, die es zu erledigen gilt:
„Ach nein, heute nicht, morgen wird es mir bestimmt leichter fallen, morgen bin ich mutiger, ach und überhaupt - irgendwie bekomme ich das schon hin.“

Ähnlich ging es unserem Mandanten Herrn F.:
Bereits im Jahr 2014 kamen Herr und Frau F. gemeinsam zu LIBERTAS zum Erstgespräch. Schnell wurde klar, dass bei Frau F. mangelnde Kenntnis in Sachen beruflicher Selbständigkeit, die Liebe nach Statussymbolen und bei Herrn F. der Wunsch nach dem schnellen Geld die Ursachen für den beträchtlichen Schuldenberg waren. Doch da war auch noch ein anderes gravierendes Problem. Es stellte sich heraus, dass die Beiden ein sehr uneiniges Paar waren und auch schon über eine Trennung nachgedacht hatten. Da Uneinigkeit auf Dauer keinen Bestand haben kann, empfahlen wir Ihnen auch, einen Paartherapeuten aufzusuchen. Der Kontakt zum Paartherapeuten wurde hergestellt, der Erstbesuch fand statt und dann ….. wurde Frau F. arbeitslos. Der Kontakt zu uns, sowie zum Paartherapeuten brach daraufhin ab und wir hörten zunächst nichts mehr von ihnen. Im Jahr 2016 suchte Herr F. uns dann erneut auf. Zwischenzeitlich von seiner Frau getrennt und mit einem angewachsenen Schuldenberg, jedoch entschlossen, nun die finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Über einen Bekannten hatte er eine neue Arbeitsstelle vermittelt bekommen. Dieser ermutigte ihn auch dahingehend, uns erneut aufzusuchen.
Fallbeispiel
Wir begannen das für ein Insolvenzverfahren erforderliche Prozedere mit einem sehr kooperativen Herrn F. Alles schien sich zum Besseren zu wenden, doch da war sie wieder - „die lange Bank“. Herr F. hatte aufgrund eines Firmenfahrzeuges ein sehr gutes Netto-Einkommen. Da sich der pfändbare Betrag aus dem Netto-Einkommen generiert und nicht aus dem Auszahlungsbetrag, wäre der abzuführende Betrag im Insolvenzverfahren nicht unerheblich gewesen. Da bis dato noch keine Lohnpfändung offengelegt wurde, zögerte Herr F. die ganze Sache immer wieder hinaus. Termine wurden nicht wahrgenommen, auf E-Mails und auf Rückrufbitten wurde nicht geantwortet. So gingen wieder ca. 4 Monate ins Land, bis er eines Abends vor unserer Tür stand – arbeitslos und mit zusätzlichen Schulden. Wir führten an diesem Abend ein sehr ernstes, langes und ausführliches Gespräch mit Herrn F., bei dem ihm sein Verhaltensmuster und seine Hilfsbedürftigkeit erstmalig so richtig bewusst wurden. Herr F. versprach, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen – was er letztendlich auch tat. Seinen Insolvenzantrag unterschrieb er im Krankenhaus und aus dem Krankenhaus heraus kam auch die Nachricht: „DANKE, dass sie mich nicht aufgegeben haben. Ich hätte es schon vor drei Jahren machen können, aber ich war zu stolz.“
Strategie
Nach wie vor ist Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung! Wir wollen ehrlich mit Ihnen sein - bis zum Schluss hatten wir unsere Zweifel, ob Herr F. seinen Insolvenzantrag unterzeichnen wird. Dankbar hielten wir schließlich den Beschluss des Insolvenzgerichtes in den Händen. Herr F. hatte die erste Hürde genommen.

Ergebnis
Sehr geehrte Interessenten und Förderer,

diesmal kommt der Initiator und Gründer von LIBERTAS e.V. zu Wort:

Mein Name ist Roland Huwer, Jahrgang 1962, glücklich verheiratet mit der besten Frau der Welt. Wir haben drei wunderbare Töchter, die uns viel Freude machen. Aber auch in meinem Leben gab es eine Zeit, da lief vieles nicht wie gewünscht, geschwiege denn wie geplant. Enorme Erschütterungen brachen über uns herein, die sowohl unsere Familie als auch unsere wirtschaftlichen Umstände betrafen. Wir hatten damals den Eindruck, als wäre dies das Ende – War es aber nicht! Ganz im Gegenteil, es war der Beginn von etwas Neuem.
Es war für mich nicht immer leicht und zeitweise sehr unangenehm, diesen neuen Weg zu gehen und die Hoffnung nicht zu verlieren. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine berufliche Neuausrichtung. Nicht zuletzt aufgrund der gemachten Erfahrungen verspürte ich den Auftrag Menschen in wirtschaftlicher Not dabei zu helfen, wieder eine tragfähige Zukunftsperspektive zu gewinnen. In erster Linie brannte mein Herz dabei für Unternehmer. Hieraus entstand eine Unternehmensberatungsgesellschaft mit den Schwerpunkten "Gründung", "Wachstum", "Restrukturierung" und "Sanierung". Da wir nicht allen Selbstständigen helfen konnten ihre Krise zu überwinden, ergab sich die Notwendigkeit ein Werkzeug für eine geordnete Beendigung von nicht überlebensfähigen Firmen zu haben.

Ebenso wichtig war es mir und den anderen Gründungsmitgliedern von LIBERTAS, denen zu helfen, die ganz am Rande der Gesellschaft stehen und keine Lobby haben. Wir dachten dabei vor allem an Menschen, die wegen Krankheit, Unfall, Süchten, Scheidung usw. in finanzielle Nöte gekommen sind, aber auch an ehemalige Unternehmer, die im Gegensatz zu Arbeitnehmern oftmals keine soziale Absicherung haben, ihnen bleibt nur noch die Sozialhilfe bzw. "Hartz 4" wie es in Neusprech heißt. Gerade in diesem Bereich gibt es in meinen Augen für die Politik noch enormes Nachbesserungspotential. Ein Lösungsansatz wäre zum Beispiel, dass Selbstständige mit bis zu 5 Mitarbeitern kostenfrei in der Sozialversicherung mitversichert sind, wenn der erzielte Gewinn eine bestimmte Höhe nicht übersteigt.
Wir als LIBERTAS sind angetreten diesen Menschen zu helfen, haben hierbei aber auch stets die geschädigten Gläubiger im Blick. Denn immer wenn jemandem die bestehenden Schulden erlassen werden, gibt es Andere, die diese Zahlungsausfälle verschmerzen und tragen müssen (freiwillig oder unfreiwillig). Deshalb sind wir die einzig mir bekannte Beratungsstelle, die von ihren Klienten verlangt einen Finanzkurs zu besuchen, um fehlendes Wissen zu ergänzen, eigenes Fehlverhalten zu erkennen sowie den praktischen Umgang mit Geld zu erlernen, damit nach erfolgter Schuldbefreiung die Probleme nicht wieder von vorn beginnen.

Menschen zu helfen und dabei die positiven Veränderungen in ihrem Leben zu sehen, ist für mich immer ein Geschenk und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Falls Sie dieser Artikel angesprochen hat oder Sie noch Fragen haben, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich melden und mit uns Kontakt aufnehmen würden. Wir halten ständig Ausschau nach "LIBERTAS-Samaritern", die als unsere Mitstreiter wie wir den Wunsch verspüren, Menschen durch praktische Hilfe und/oder durch Geldspenden aus der Sklaverei der Schulden zu befreien.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihr
Roland Huwer

  Unsere Mitarbeiter

 Herr Huwer Portrait Büro 1 2014 08 08

 

 

 

 

 

 

 

Roland Huwer
(Vorstandsvorsitzender)

Im Rahmen unseres FörderPartnerTages 2017 laden wir am Samstag, den 23. September 2017 vormittags von ca. 9:45 Uhr bis 12 Uhr alle Teilnehmer ganz herzlich ein zu einer speziell für uns organisierten Stadtführung in Augsburg durch Herrn Wolfgang Krauss zum Thema: „Auf den Spuren der Täuferbewegung“.

Wir würden uns über rege Teilnahme durch unsere FörderPartner und Mitarbeiter freuen. Bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei der Zentrale (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an.

  FörderPartnertag am 23.09.2017 in Augsburg
Was kann ich mit meiner Spende als FörderPartner bewirken?

Menschen, die in der Schuldenfalle gefangen sind, zu helfen kostet Geld – gar keine Frage.

Die durchschnittlichen Kosten für einen Mandanten, den wir bei LIBERTAS begleiten, belaufen sich auf ca. 1.200,- €. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Geld gut angelegt ist.
Auch kleinere, regelmäßige Spenden helfen uns dabei, weiterhin an der „Schuldenfront“ unseren Beitrag zu leisten!

Hierzu eine kleine Aufstellung mit Beispielen zur Kostendeckung:

  • 10 FörderPartner, die regelmäßig jeweils 10,- € monatlich spenden genügen, um einer Person zu helfen, von Schulden frei zu werden
  • 20 FörderPartner, die regelmäßig jeweils 25,- € monatlich spenden, können sicherstellen, dass Telefon, Porto und Papier bezahlt werden können
  • 30 FörderPartner, die regelmäßig jeweils 50,- € monatlich spenden benötigen wir, um Mieten und Nebenkosten zu bezahlen
  • 40 FörderPartner, die regelmäßig jeweils 100,- € monatlich spenden, würden die aktuell anfallenden Personal- und Personalnebenkosten decken

Sie sehen, selbst ein kleiner Beitrag, kann viel bewirken!

Kontakt:
Sie wollen FörderPartner werden oder haben noch Fragen zu unserer Arbeit?

Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen einfach an!
Wir stehen Ihnen gerne „Rede und Antwort“

Es grüßt Sie für die Mitglieder, Mitarbeiter und den Vorstand

Ihr Armin Schlosser (Schatzmeister)

 Schlosser Foerderpartnerbrief Herbst 2016
Armin Schlosser
(Schatzmeister)
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